Im Sommer 1988 trafen sich sechs junge Männer mit der Idee, die Buchholzer Fasnacht durch eine neue Figur zu bereichern. In geselliger Runde entstand der Gedanke, das örtliche Schloss in die Gestaltung einzubeziehen und die Figur, eine Hexe, danach zu benennen und auszustatten.
Die Hexe sollte ein typisches Erscheinungsbild erhalten: ein Lederhut und ein Lodenmantel bilden die markanten Merkmale des Kostüms. Das Häs besteht aus einer geblümten Bluse und einem blau gestreiften Rock. Die freundliche Maske wurde vom Schnitzer Klaus-Dieter Kienzler aus Siensbach entworfen. Den Gründern war es wichtig, dass die Buchholzer Schloßhexe keine zu gruselige Figur darstellt.
Zur Fasnacht 1989 reihten sich die ersten Schloßhexen in den Hemdglunkerumzug ein und präsentierten das neue Häs erstmals den Buchholzern. Die Narrenzunft ist seit jeher Männern ab 18 Jahren vorbehalten.
Um die Schloßhexe bekannter zu machen, organisierten die Hexen im Mai 1989 den ersten Maihock im Buchholzer Rebberg. Dieses Ereignis hat sich seither zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt entwickelt.
Zudem richtet Buchholz alle zwei Jahre, im Wechsel mit den Buchholzer Möslegeistern, einen Umzug aus, der viele Besucher anzieht. Ein weiterer Meilenstein war 2005 die Übernahme der Kinderfasnet am Fasnet-Samschdig. 2006 kam der Bunte Abend hinzu, der seit 2012 am Fasnet-Fridig stattfindet. So bieten die Schloßhexen ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt.
Auch außerhalb der Fasnacht engagieren sich die Schloßhexen aktiv in der Dorfgemeinschaft. Bei Veranstaltungen wie Vereinsturnieren sind sie regelmäßig vertreten und tragen mit viel Elan zum Gemeinschaftsleben bei.